Das kleine Gerät überzeugt durch absolut saubere Verarbeitung. Nichts wackelt, die Tastatur fühlt sich sehr angenehm an und mit dem kleinen Touchpad kann man den Mauszeiger akkurat steuern. Beim Schreiben längerer Texte liegen die Hände sehr bequem auf der Softtouch-Oberfläche.
Ich habe schon von „Klavierlack“ gelesen, welches sich um die Tastatur herum befinden soll; das kann ich nicht bestätigen, bei mir sieht es verdächtig nach gebürsteten Aluminium aus, welches Fingerabdrücke nicht gerade auf sich zieht. Könnte an einer Modellpflege liegen, vielleicht war es mal anders.
Trotz seiner geringen Größe spielt das M14x R2 in der Liga der großen 17“ Notebooks. Ich benutze es zum Arbeiten in der Universität, daher habe ich noch eine SSD nachgerüstet, um die Ausdauer des Akkus etwas zu verlängern. Er hält jetzt durchschnittlich 5 Stunden bei abgeschalteter Tastaturbeleuchtung. Nach dem Schreiben dieses Berichts verbleiben noch 6.67 Stunden bei 68% - heute durfte sich das Notebook bei ausschließlich Office-Anwendungen sehr entspannen.
Auch an der Leistung hat Dell nicht gespart. Komplexe Berechnungen, z.B. Übersetzen von Quellcode, gehen Dank des großen Arbeitsspeichers und des modernen Prozessors sehr schnell. Muss das Gerät etwas länger rechnen, wird die entstehende Wärme nach hinten abgeführt – nicht etwa zu den Seiten heraus, wie bei anderen Notebooks. Dabei bleibt die Bedienoberfläche stets angenehm „kühl“ (insgesamt erwärmt sich das komplette Gehäuse ein wenig, was ich aber nicht als störend bezeichnen kann).
Für die alltäglichen Arbeiten reicht die Leistung der integrierten Grafikeinheit des Prozessors vollkommen aus. Benötigt man doch mal etwas mehr Leistung, z.B. bei Videobearbeitung oder Spielen, schaltet sich Dank Nvidia Optimus Technologie die performante GeForce GT 650M dazu. Es kann schon mal vorkommen, dass man dann auch endlich mal den Lüfter zu hören bekommt, der auf seiner höchsten Leistungsstufe mit knappen 60 dB zu Buche schlägt (das entspricht in etwa der normalen Gesprächslautstärke aus 1m Entfernung). Hört sich leise an? Wenn man dabei beachtet, dass es kontinuierlicher Lärm ist, sollte man nicht von seiner vollen Rechenleistung Gebrauch machen, wenn sich noch andere Menschen im Raum befinden. Fakt ist jedoch, dass der kleine 14-Zöller eben auch genug Power mit sich bringt, um in der Pause mühelos anspruchsvollere Spiele zum Laufen zu bringen. Dazu gehören Titel wie TrackMania² und Guild Wars 2 (auf höchsten Detaileinstellungen mit immerhin zwischen 30 und 60 FPS).
Das verspiegelte LED Display mit der feineren Auflösung (1600x900 Pixel) liefert gestochen scharfe Bilder. Allerdings ist das Notebook deshalb nur bedingt für den Außeneinsatz geeignet. Man muss sich eben schattige Plätzchen suchen.